Mit einer Spende von 5.000 Euro des Lions Club Freudenstadt konnte ein würdevoller Raum für Trauer um Verstorbene im Klinikum Freudenstadt (KLF) eingeweiht und gesegnet werden.
Mit Sorgfalt, Herzblut und der Unterstützung vieler Mitwirkender und Förderer wurde im Klinikum Freudenstadt ein Raum für Abschied, Stille und Würde geschaffen. Die Lichtstimmung strahlt Wärme aus, auch wurden bei der Gestaltung unterschiedlichste Glaubensrichtungen und Weltanschauungen berücksichtigt. Dafür steht sinnbildlich das zentrale – in Gold- und Blautönen gehaltene – Lichtbild, in welchem sich alle Glaubensrichtungen wiederfinden sollen. Bei der Einweihung des neuen Abschiedsraums (von links): Hermann Schwarz (Lions-Club Freudenstadt), Gabriele Reif (KLF), Britt Thienel-Werner (Leiterin Notaufnahme), Gisela Ehrhardt (Klinikseelsorge), Landrat Klaus Michael Rückert, Renate Merkl (Pflegedienstleitung), Geschäftsführerin Monique Bliesener, Doris Brösamle und Sandra Vieth (Ambulanter Hospizdienst), Theo Wurster (Haustechnik) und Friedrich Gaiser. Foto: Lothar Schwark
Offizielle Einweihungsfeier mit Landrat Rückert
Im Beisein von Landrat Klaus Michael Rückert und Geschäftsführerin Monique Bliesener wurde der neu gestaltete Abschiedsraum offiziell eingeweiht. Gedankt wurde allen, die durch ihr Engagement, ihre Ideen oder ihre finanzielle Unterstützung zur Verwirklichung dieses besonderen Orts für Angehörige Verstorbener beigetragen haben. Für Landrat Rückert und Klinikseelsorgerin Gisela Ehrhardt war es ein großes Anliegen, dass der neu gestaltete Abschiedsraum Würde ausstrahlt. Für Angehörige – aber auch für Pflegekräfte – sei es extrem wichtig, einen Raum für ein würdevolles Abschiednehmen zu haben. Denn „der Tod ist ein Teil unseres Lebens“, erinnerte Ehrhardt.
Besonderer Ort für Familienmitglieder, aber auch für Pflegekräfte
Auch Pflegedirektorin Renate Merkl hat der Abschiedsraum eine besondere Bedeutung. Im Alltag begleite man Menschen in verschiedensten Lebensphasen – in Freude, in Krankheit und auch auf ihrem letzten Weg, rief sie den Anwesenden in Erinnerung. „Der Tod ist nicht nur ein Ende, sondern oft auch ein Übergang“, so Merkl. Dieser Moment verlange nach Respekt, nach Achtsamkeit und Menschlichkeit. Somit stehe der neu gestaltete Raum auch für eine ganzheitliche Pflege. Eine Pflege, die nicht nur körperlich, sondern auch emotionale, spirituelle und soziale Bedürfnisse ernst nehme. Der Raum belege, dass das Klinikum dem Thema Sterben, Tod und Trauer einen würdevollen Rahmen gebe.